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05.02.2013 Pomaire, San Antonio, Isla Negra und El Quisco

Morgens geht’s los auf der Autopista del Sol der Küstenkordillere entgegen. Nach einer Stunde Fahrt verlassen wir die Autobahn, um in das malerische Künstlerdorf Pomaire zu gelangen. Pomaire ist bekannt für sein Handwerk aus Tonerde. Es ist ein klassisches Landdorf der Zentralregion, welches sich jedoch mit vielfältigen Lädchen mit Souvenirs, kleinen Kneipen und sogar einem tönernen Riesenschwein zum Draufklettern und Fotografieren auf den Touristenansturm eingerichtet hat. Eine weitere Attraktion stellen die perversen 3-Kilo-Empanadas dar, bei dessen Anblick ich mich ernsthaft frage, wer die verdrücken soll. Nach einem kräftigen Frühstück, selbstverständlich serviert in Tongefäßen, fahren wir weiter nach San Antonio, einer Hafenstadt an der zentralen Pazifikküste Chiles.

San Antonio ist ein großer Hafen, wie man sich einen Hafen eben vorstellt. Wasser, Boote, Händler, Möwen, Fischmarkt und Fisch, gut all das finde ich sicher auch in Warnemünde. Nur dass es hier genau so viele Pelikane wie Möwen gibt, und Seehunde, die am Ufer liegen und sich durch nichts stören lassen – beeindruckend! Weiter geht’s die Küstenstraße entlang. Mittagessen in Ilsa Negra, ein weiterer Küstenort etwas weiter nördlich, bekannt durch das Neruda-Haus. Der nächste Halt in El Quisco. Bei 35 Grad mitten im Februar anbaden. Premiere für mich: Der Pazifik ist erfrischend kalt, und Schwimmen kann man hier nur bedingt – wenn, dann möglichst mit Flossen. Ansonsten lässt man sich bis zu den Knien im Wasser von den Wellen mannshoch umspülen. Auf der Heimfahrt durch die Weintäler in Richtung Santiago fallen mir immer mal wieder die Augen zu, und ich beschließe morgen meiner Geliebten mal einen Tag Pause zu gönnen.

 

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