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07.02.2013 San Cristobal Santiago

Heute wollen wir uns Santiago aus der Höhe vornehmen und ziehen in den frühen Morgenstunden los zum Cerro San Cristobal, ein „Hügel“ (die Bezeichnung finde ich jedoch etwas untertrieben, bei knapp 900 m Höhe) im Stadtteil Bellavista. Der San Cristobal mit seiner Jungfrau Maria auf der Spitze ist ein beliebtes Ausflugsziel Santiagos, da man , so es die Luftqualität zulässt, von hier aus einen hervorragenden Rundumblick über die Stadt und auf die Anden haben kann. Auf dem Weg zur Seilbahn die uns auf den Berg bringen soll, überqueren wir den Stadtfluss Rio Mapocho und schlendern durch den Stadtteil Bellavista, den wir noch von Vorabend kennen. Bellavista ist ein weiteres bohèmes Stadtteil Santiagos, wo sich vornehmlich Alternative, Künstler und Intellektuelle niedergelassen haben und dessen altertümliche kleine Häuschen nachts mit Straßencafés, Discos, Kneipen, alternativen Theaterhäusern und Life Musik ins Nachtleben einladen. Wo wir noch am Abend zuvor bei 2literflaschen Bier und lecker Chorrillana (einen Berg aus Pommes, Rindfleischstreifen, Zwiebeln und Spiegelei) unser eigenes Wort durch die laute Bumbum-Musik kaum verstanden und wir uns durch die partylustige Menschenmasse schoben, zwitschern heute die Vögel und erwacht das müde Stadtviertel ganz langsam zu leben.

Da zu unserer Überraschung sowohl die Seilbahn als auch die Standseilbahn wegen „mantención“ (Instandhaltung) geschlossen sind, fahren wir über die Mautstraße mit einem von der Stadt extra zur Verfügung gestellten Kleinbus den Berg hinauf. Für den Ausfall der Seilbahn entschädigt eine Musikergruppe, die uns den tollen Blick mit Andenmusik untermalt. Oben angekommen genieße ich den weiten Blick über Santiago und obwohl die Berge wie immer vom Dunst verhangen sind, ist die Aussicht für mich trotzdem genial. Nicht auszumalen, wie toll diese Kulisse nach einem ordentlichen Regenguss ausschauen mag! Bevor es wieder nach unten geht, schaue ich mir noch die 22m hohe Maria-Statue von Nahem an.

 

 

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